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Der Bio-Grieche - biologisches Olivenöl - Finanzkrise: Jetzt reicht’s

 

Der Bio-Grieche möchte seine Gedanken zur Finanzkrise darlegen.

Hatten Sie so einen schon mal in der Hand?
Viel Geld © Bild: Deutsche Bundesbank Link zur Bildquelle
Der Geldschein ist aus Sicherheitsgründen mit dem Aufdruck "specimen" versehen, was Muster bedeutet.

Jetzt reicht's !

Der Obergeldgeier Adolf Merckle (Patriarch von "ratiopharm" und "HeidelbergCement") verzockt eine Milliarde Euro mit VW-Aktien. Das hat er allerdings nicht überlebt. Dadurch bringt er seine Hausbank die "supersolide LBBW", die Landesbank des Musterländles Baden-Württemberg ins Wanken. ("Wir können alles außer hochdeutsch") Falsch: Mit Geld können sie auch nicht umgehen die eingebildeten, hochnäsigen, schwäbischen und sonstigen Banker. Da können sie schon eher hochdeutsch. Welches Gefühl haben Sie persönlich, wenn Sie eine Bank betreten? Je nach Alter, seit Jahren, seit Jahrzehnten, also lange bevor es eine von unseren Freunden und Vorbildern, den Amerikanern, verursachte Finanzkrise gab. Sie betreten "heilige Hallen". Sofort wird jede Unterhaltung leise und diskret. Sie empfinden eine gewisse Ehrfurcht. Genauso ist es, wenn Sie eine Kirche betreten. Auch dort ist gute Stimmung verboten. Man bekommt unweigerlich ein schlechtes Gewissen, in der Bank, weil wir nicht genug Geld haben und das Giro überzogen ist, in der Kirche, weil wir Sex mit dem Partner/der Partnerin haben, ohne dass dabei jedes Mal ein Kind gezeugt werden will. So halten sich die Banken und die Kirchen willfährige Untertanen. Und was machen diese beiden Institutionen seit Jahrzehnten, Jahrhunderten mit uns? Sie verdienen sich dumm und dämlich. Lassen wir die Kirche mal beiseite, denn das ist ein sehr sensibles Thema. Aber bei den Banken ist klar und eindeutig bekannt, dass sie nur und ausschließlich an uns, die wir jeden Tag malochen, verdienen. Wir arbeiten, nicht das Geld. Geld kann gar nicht arbeiten, es hat keinen Körper und vor allem kein Herz und keine Seele. Sparen Sie solide bei der Bank, bekommen Sie schlappe 2 bis drei Prozent Guthabenzinsen. Haben Sie ein Plus auf dem Giro, dann ist es noch ein lächerliches halbes Prozent. Nehmen Sie einen Kredit auf, sind mindestens fünf Prozent zu bezahlen. Überziehen Sie das Giro, zahlen Sie 15 bis 20 Prozent! Sie sehen also, die Banken verdienen immer, ob es Ihnen gut oder schlecht geht. Wenn Sie also eine Bank betreten und irgendetwas wollen, dann denken Sie sofort: "Oh Gott, hoffentlich sieht der Sachbearbeiter den Stand meiner Konten nicht". Sie können beruhigt sein. Er sieht ihn. Und das drückt er dann auch mit einem Blick aus, der zwischen mitleidig und herablassend einzuordnen ist. So fühlen Sie sich veranlasst, noch mehr zu verdienen, noch mehr zu sparen, nur damit im Blick Ihres Bankers mal sowas wie Respekt oder gar Anerkennung zu lesen ist. Sehen Sie, das ist Gehirnwäsche. Schön sparen, bis das Geld für's neue Auto zusammen ist, damit man ja keinen Kredit aufnehmen muß. Denn wenn, Sie das wollen, holt der Banker sofort den "Nackt-Scanner" aus dem Geräteraum. Sie müssen ALLES offenlegen, damit Sie Ihr "Kreditle" kriegen. Der Blick des Bankers verwandelt sich derweil in den eines Samariters mit gewissen göttlichen, aber verächtlichen Zügen. "So, ein Versager, der hat nicht genug Kohle, der braucht einen Kredit", sagt dieser Blick. Sie ziehen den Kopf noch weiter ein und denken: "Hoffentlich bin ich hier bald wieder raus und muß diesen Menschen auf seinem Thron nie wieder sehen oder begegne ihm gar auf der Straße". Denn nichts wäre peinlicher, als dann hören zu müssen: "Na, Herr/Frau Meier, wie laufen die Geschäfte, geht's Ihnen gut?" So, und genau diese Banker verzocken jetzt Ihr sauer verdientes Geld mit riskanten Aktiengeschäften. Und wer steht dafür gerade, wenn's schief geht? Sie, der/die Steuerzahler/in, wie man gerade sieht (November 2008, und im November 2010 und im Mai 2012 immer noch, denn es hat sich nichts geändert) !! Jetzt kommt der Herr Adolf Merckle, der zu den 100 reichsten Menschen der Welt zählt, aber den Hals immer noch nicht voll genug hat, und verzockt in seiner grenzenlosen Geldgier eine Milliarde Euro mit VW-Aktien. Und schon stehen die überbezahlten Butler der Wirtschaft, sprich die Politiker, auf dem Tablett und schnüren Milliarden-Rettungspakete. Wen wollen die eigentlich retten? Sie? Nee, Sie nicht, sondern das kranke "neoliberale" System. Es gibt den Satz: "Eigentum verpflichtet". Wozu verpflichtet es? Wohl dazu, es zu mehren. Es so zu mehren, dass man viel mehr hat, als man je ausgeben kann. Ja, welche Ziele kann es denn noch geben, wenn man schon alles doppelt und dreifach hat, was man für Geld kaufen kann? Da bleibt eben nur noch: Noch mehr Geld machen, auch wenn das für's eigene Überleben völlig nutzlos ist. Aber es verschafft Macht und Anerkennung in allen gesellschaftlichen Kreisen. Vielleicht ist das der Motor der ungebremsten Geldgier von Leuten wie Merckle, Würth und Konsorten. Warum steht Herr Merckle nicht mit seinem geschätzten Privatvermögen von 7,3 Milliarden Euro für seinen Fehler gerade?? Wenn Sie "nur" EINE Milliarde mit bescheidenen drei Prozent Zinsen anlegen, also so richtig krisenfest, dann bekommen Sie pro WOCHE 625.000 Euro Zinsen !! Möchten/können Sie soviel Geld pro Woche ausgeben? Die Betonung dieser Frage liegt auf "möchten".Dabei ist es diesen geldgierigen Ratten völlig schnuppe, welche Auswirkungen ihr Handeln auf Sie, die Sie mit Ihrer Hände Arbeit deren Reichtum erst ermöglicht haben, auswirkt. Zugegeben: Es gibt Unternehmer, denen das nicht schnuppe ist, denen das Wohl ihrer Belegschaft wirklich am Herzen, liegt, weil sie nämlich eins haben. Dazu gehört zum Beispiel Götz Werner (61), Gründer und Chef der "Drogeriemarktkette dm" (Umsatz: rund drei Milliarden Euro). Leider gibt es diese Sorte Menschen zu selten (Tipp: Gehen Sie dort einkaufen). Jetzt wollen wir noch etwas nachdenklicher werden: Der Firmenimperiumsbesitzer Adolf Merckle ist 74 Jahre alt. Nun gibt es auch das Sprichwort " nomen est omen". Das kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: "Der Name ist zugleich auch eine Vorbedeutung". Sie werden sagen, Moment mal, das Kind sucht sich den Namen doch nicht selber aus. Genauso ist es. Den suchen die Eltern aus, und dabei nehmen sie häufig Namen von eigenen Vorbildern. Dies ist wissentschaftlich erforscht und unbestritten und seit Jahrtausenden so. Schauen Sie sich bei Ihren Freunden, Verwandten und Bekannten um. Sie werden etliche Treffer finden. Herr Adolf Merckle wurde 1934 geboren ... Nun hat der Herr einen Scherbenhaufen hinterlassen und schied am 5.1.2009 freiwillig aus dem Leben. Sogleich beeilt sich natürlich Herr Öttinger, Lobeshymnen auf diesen vorbildlichen Unternehmer anzustimmen. "de mortuis nihil nisi bene", wie der Lateiner sagt. So wie bei Filbinger? Damit Sie mal gefühlsmäßig erfassen können, wie viel Geld eine Milliarde ist, haben wir ausgerechnet, wie lange es dauert, um auf eine Milliarde zu zählen. Dabei haben wir den Vorgang stark vereinfacht aus Gründen der Verständlichkeit. Wenn es Sie interessiert, dann schätzen Sie erst mal, und wenn Sie genau wissen wollen, wie sehr Sie sich verschätzt haben, dann klicken Sie auf diesen Link. Jetzt reden wir in den Monaten der Finanzkrise aber nicht von einer Milliarde, sondern von hunderten, von tausenden - sprich von Billionen !! Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Der Bio-Grieche meint, es wird höchste Zeit, diese Mißstände auf der Straße anzuprangern. Es gibt nämlich nicht nur in Afrika Kinder, die hungern, nein, die gibt es auch in Deutschland. Und noch was: Wir stehen wie 1929 am Anfang einer gewaltigen Inflation. Warum? Na, woher kommen denn die Hunderten von Milliarden zur Rettung der armen Banken und Autokonzerne, nachdem es Jahrzehnte lang hieß: "Sparen, sparen, sparen, raus aus der Staatsverschuldung, weg mit unnötigen Kultur- und Sozialausgaben!" Ja, wo kommt es her, das Geld, wenn nicht aus der Druckerpresse? Dann wird demnächst noch die Bahn zum Schleuderpreis verkauft und was die "Bunsreplik" noch so an wirklichen Werten besitzt. Dann haben wir bald nur noch Geld, das man aber nicht essen kann. Die Lebensmittelpreise steigen und steigen und steigen.
Ein paar Links zum Thema
  • Link 1: Albert Einsteins Brief aus dem Jenseits an die 10 Millionen Reichsten auf unserem Planeten
  • Link 2: Lesen Sie auch in diesem interessanten Link (kurzer, verständlicher Text zur Finanzkrise) mehr über deren Hintergründe.
  • Link 3: Was macht die Bank eigentlich mit unserem Geld? Mit seinem neuen Dokumentafilm "Let's make MONEY" folgt der Filmemacher Erwin Wagenhofer (WE FEED THE WORLD) der Spur unseres Geldes. Der Bio-Grieche meint: Unbedingt ansehen !
  • Link 4: Franz Alt hat auf seiner Webseite (www.sonnenseite.com) im Februar 2009 einen lesenswerten Artikel unter dem Titel "Die Kapitalverbrecher - Jetzt reicht's aber endgültig" geschrieben. Jeder sollte diesen kurzen Artikel lesen, vor allem die, die jeden Monat voll arbeiten, denen das Geld aber trotzdem hinten und vorne nicht reicht. Passen Sie nur auf, dass Ihr Hals anschließend noch durch die Türe paßt, wenn Sie schreiend ins Freie laufen möchten: Jetzt lesen
  • Link 5: Ein Dienstwagen und 100 Milliarden für eine Bank. Uns sind die Maßstäbe verrutscht! Wenn der Dienstwagen im Urlaub einer Ministerin ein Skandal ist, was sind dann die 100 Milliarden Steuergelder für eine marode Bank wie die HRE? Artikel von Franz Alt im August 2009.
  • Link 6: Vom Millionär zum Tellerwäscher Spannender Artikel des "Tagesspiegel" vom 2.11.2011, woraus wir lernen, dass das einzige, was wir aus der Geschichte lernen, ist, dass wir nichts aus der Geschichte lernen. Seit es Geld gibt, gilt das Gesetz von den Rothschilds und deren Artverwandten.
  • Link 7: Gedicht eines Unbekannten aus dem Jahr 1930 zum "Schwarzen Freitag 1929" Oder ist es von heute? Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass das Gedicht von einem Österreicher namens Richard Kerschhofer aus dem Jahr 2008 stammt, was aber an der Qualität des Gedichtes nichts ändert.
  • Link 8: Die amerikanische Staatsverschuldung ... und da wollen diese Pappnasen uns erklären, wie man richtig haushaltet, aber Scham ist für die wohl ein Fremdwort.
  • http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/feature/-/id=659934/sdpgid=656796/gp4=autostart/date=20120502/nid=659934/did=9488414/257qaz/index.html
  • Link 9: Der ökonomische Putsch oder was hinter den Finanzkrisen steckt, eine Sendung von SWR2 am 2. Mai 2012 von Roman Herzog (Koproduktion: SWR/SR/DLF):
    Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, unantastbare Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Seit Jahrzehnten stehen Politiker im Bann neoliberaler Heilsverkünder. Wie entstand dieses heute unumstößlich scheinende System? Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault aus den 70er- und 80er-Jahren machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein ökonomischer Putsch, der heute den militärischen coup d'état abgelöst und eine globale Disziplinierung geschaffen hat.

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