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Der Bio-Grieche - biologisches Olivenöl - Artikel 1 über mediterrane Kost

Artikel 1 über Mediterrane Kost

 

Untenstehenden Text haben wir der Zeitschrift "Forum das Online-Magazin für Behinderte" entnommen. Forum-Logo
Warum mediterrane Kost?

von Dr. med. Christiane Sedemund, Berlin

Im Urlaub lieben wir sie alle, diese Ernährung, die geprägt ist von viel Gemüse, Olivenöl bzw. Oliven und Knoblauch sowie wenig Fleisch, womit schon die wichtigsten wie auch gesundheitsfördernden Elemente des Speiseplanes benannt wären. Eine Kost, die reich an Obst und Gemüse ist, enthält viele Vitamine, Spurenelemente, Mineral- und Ballaststoffe bei einem gleichzeitig geringen Kaloriengehalt. Bei den Vitaminen sind insbesondere Vitamin C, E und ß-Carotin als Vorstufe des Vitamin A zu nennen. Diese Vitamine sind inzwischen vielen sicher als Antioxidantien bekannt. Sie fangen Sauerstoffradikale ab, die einerseits in unserem Stoffwechsel gebildet werden und z.B. die sogenannten Altersflecken entstehen lassen sowie andererseits beim Vorhandensein bestimmter Schadstoffe in der Luft wie beispielsweise Schwefeldioxid oder Ozon erhöht sind und über die Atmung in unseren Körper gelangen. Auch mit jedem Zigarettenzug werden Radikale aufgenommen. Sonne und UV-Licht führen zur Bildung von Radikalen in der Haut, während die kaum in einem Haushalt fehlende Mikrowelle Radikale im Essen bildet. Freie Radikale werden bei der Entstehung von Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Krebs mit verantwortlich gemacht.

Möglicherweise sind diese freien Radikale ein Faktor, der begründen hilft, dass in «Nordeuropa, wo wenig Obst und Gemüse gegessen wird», mehr Menschen Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen «als in Ländern des Mittelmeerraumes». Neben Vitaminen, Spurenelementen, Mineral- und Ballaststoffen enthalten Obst und Gemüse bioaktive Stoffe - auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt -, die eine insgesamt gesundheitsfördernde Wirkung haben, indem sie unter anderem antioxidativ wirken. Im Knoblauch sind schwefelhaltige Verbindungen als sekundäre Pflanzenstoffe «sowohl für die gesundheitsfördernden Eigenschaften als auch für die Bildung von Geruchs- und Geschmacksstoffen verantwortlich.» Die schwefelhaltigen Verbindungen hemmen die Verklumpung der Blutplättchen und verbessern «die Fließeigenschaften des Blutes. Durch den Verzehr von Knoblauch werden die Blutfettwerte und der Serumcholesteringehalt günstig beeinflusst.» Darüber hinaus kann Knoblauch Bakterien abtöten. (Die Zitate habe ich von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. - kurz DGE genannt - übernommen.)

Was aber wäre eine gesunde Ernährung ohne die mediterrane Gemütlichkeit, in der auch für eine Siesta - also eine Ruhepause - immer Zeit ist. «Essen und Trinken wie rund ums Mittelmeer bedeutet nicht nur vielseitig zu essen, sondern räumt dem Kochen und Essen auch einen größeren Stellenwert im täglichen Leben ein: Die Mahlzeiten dauern länger und werden in der Gemeinschaft genossen». So formulierte es Dr. Oberritter, der Wissenschaftliche Leiter der DGE. Zum Essen wird Rotwein getrunken, der aufgrund seines Gehaltes an sekundären Pflanzenstoffen wahrscheinlich auch eine antioxidative Wirkung hat, was allerdings «nicht als Freibrief für einen regelmäßig hohen Alkoholgenuss verstanden werden» darf. Denn zuviel Alkohol ist gesundheitsschädlich, und eben solche sekundären Pflanzenstoffe sind - ganz ohne Alkohol! - in rotem Traubensaft enthalten. (Die Zitate habe ich wieder von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. - kurz DGE genannt - übernommen.)


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