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Der Bio-Grieche - biologisches Olivenöl - Lebensmittel = Mittel zum Leben?

 

Der Bio-Grieche fragt: Was für Mittel sind eigentlich Lebensmittel?

Früherdbeeren in Spanien
Erdbeeranbau in Spanien. ©Bild: WWF-Canon/Michel Gunther

Die andalusische Provinz Huelva ist Spaniens Hauptanbaugebiet für Erdbeeren. Die Plantagen bedecken mehr als 5.300 Hektar und liefern etwa 95 Prozent der spanischen Erdbeeren. Nach Schätzungen des WWF wird etwa die Hälfte davon durch illegale Brunnen bewässert. Wo vorher oft natürliche Pinienwälder wuchsen und dem vom Aussterben bedrohten Iberischen Luchs Lebensraum boten, zerschneiden nun Treibhäuser die Landschaft. Lesen Sie einen spannenden Artikel über die Umweltzerstörung spanischer Erdbeerbauern im Tagesspiegel. Damit Sie sich vorstellen können, was das für eine riesige Fläche ist, zeigen wir Ihnen ein paar anschauliche Vergleiche: 5.300 Hektar sind 53 Quadratkilometer. Das entspricht der Fläche der Stadt Bamberg oder einem Quadrat mit 7,3 Kilometer Seitenlänge. Das sind ca. 29 Kilometer Weg. Ein Fußgänger läuft durchschnittlich 3 bis 5 Kilometer pro Stunde, er würde also 6 bis 10 Stunden benötigen, um einmal um den Acker zu laufen. Selbst ein Auto, das mit 50 Kilometer pro Stunde fährt, würde über eine halbe Stunde brauchen!
Warum wir gerade die Erdbeere als Beispielfrucht nehmen, erklärt sich im weiteren Text.
Vor dem Verzehren einer "Substanz", die essbar sein könnte, steht der Geruch, der Geschmack und mittlerweile leider auch das Aussehen (das Auge isst mit). Sie erinnern sich: Wenn Sie eine Ihnen unbekannte "Substanz" essen sollen zum Beispiel im Urlaub, was machen Sie als erstes? Sie riechen daran. Und als zweites nehmen Sie eine winzige Menge in den Mund und probieren den Geschmack. Diese Vorgehensweise ist von der Natur tief in uns verankert worden und hat schlicht und einfach eine überlebenswichtige Schutzfunktion ! Die Optik spielt für diesen Schutz keine Rolle, sondern diese Wertgebung wurde uns anerzogen. Warum riechen wir zuerst und kosten dann? Weil die Nase etwa 200 Geruchs- Geschmacksvarianten unterscheiden kann und die Zunge nur 4 ! Allerdings gelangen die Aromen über die Mund-Nasen-Ohrenverbindung, über die eustachische Röhre wieder in den Nasenraum. Aus diesem Grunde ist das Geschmacksempfinden sehr beeinträchtigt, wenn man erkältet ist, denn dann funktioniert die Nase nicht mehr, nur noch die Zunge. Eustachisch kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus den zwei Wörtern "eu" und "stachys" zusammen. "eu" bedeutet: gut, recht, wohl, glücklich, günstig. "stachys" bedeutet Ähre. Dass der Stiel einer Ähre eine Röhre ist, dürfte bekannt sein. So bedeutet der Begriff sinngemäß "gute Röhre". Man könnte daher einfach Eustachys (ευστάχυς) sagen und das Wort Röhre weglassen, da es eigentlich zwei Mal vorkommt. Lesen Sie einen kurzen und spannenden Artikel zum "Riechen" aus der Sendereihe Quarks & Co vom Westdeutschen Rundfunk oder schauen Sie sich einen kurzen Film dazu an vom SWR/WDR Schulfernsehen.
Einmal sagte mir jemand: "Ich weiß, dass jetzt (es war März) keine Erdbeerzeit ist, aber ich habe jetzt Lust auf Erdbeeren,
und deshalb kauf' ich mir jetzt welche."
Gehen wir das Problem mal über diesen Schlüsselsatz an. Zunächst: Bei dieser Person handelt es sich um einen sehr liebenswerten Menschen. Es geht hier absolut nicht darum, Schuldzuweisungen zu treffen, sondern der Bio-Grieche möchte versuchen, eine Entwicklung kurz zu skizzieren. Es ist noch nicht so lange her, da gab es im März einfach keine Erdbeeren zu kaufen, also konnte auch der Wunsch, im März welche zu essen, nicht erfüllt werden. Es sei denn, man hatte in der Erdbeerzeit des Vorjahres die Früchte eingemacht oder Marmelade gekocht. Das ist heute nicht mehr "in" und macht außerdem viel Arbeit. Die gesparte Zeit kann man nutzbringender verwenden, zum Beispiel am Fernseher oder im Stau auf der Autobahn während der Fahrt ins Grüne oder in den fünften Kurzurlaub. Das war jetzt etwas sarkastisch, zugegeben, aber wir sollten uns schon vor Augen halten, dass wir heute in den sogenannten Wohlstandsgesellschaften alle so leben, wie sich das früher nur Fürsten und Könige leisten konnten. Dafür bezahlen wir einen Preis. Und schon sind wir beim zentralen Begriff, beim Preis. Der Preis ist zunächst, dass wir für unseren fürstlichen Lebensstil enorm viele natürliche Ressourcen verschwenden. Diese sind aber endlich. Dann kommt der Preis, der den eigenen Geldbeutel direkt betrifft, was bedeutet, das Luxusleben darf nicht viel kosten. Dieser Wunsch ist verständlich, aber er ist auch der Grund allen Übels. Da hat ein risikofreudiger Unternehmer mit den besten Absichten eine Firma gegründet, die Erdbeermarmelade produziert. Die Firma floriert, weil die Marmelade sehr gut schmeckt. Alles ist bestens. Jetzt kommt ein zweiter risikofreudiger Unternehmer und gründet ebenfalls mit den besten Absichten eine Firma, die ihrerseits Erdbeermarmelade produziert, weil Firma 1 den Bedarf nicht decken kann. Dann kommt Firma 3, 4 usw. Langsam wird es eng auf dem Markt, denn inzwischen haben wir zu viel Erdbeermarmelade. Natürlich will keiner der risikofreudigen Unternehmer pleite gehen. Also muss er die Produktion "optimieren" und den Bedarf erhöhen. Optimieren heisst: Mehr produzieren mit geringerem Aufwand und so den Preis im Vergleich zur Konkurrenz senken. Bedarf schaffen heisst: Werbung. Aber auch die ist teuer und muss durch weiteres Optimieren der Produktion finanziert werden. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden, den Rest kennen Sie schon. Inzwischen werden sehr schnell sehr viele Erdbeeren produziert, denn auch vor der mittlerweile industriellen Landwirtschaft macht der Konkurrenzdruck nicht halt. Obst, Gemüse und Fleisch, das sehr schnell wächst, verliert an Qualität und vor allem an Geschmack. Früher musste ein Schwein drei Jahre wachsen, ehe es schlachtreif war, heute sind es noch 6 Monate. Da wir Esser nicht gern geschmackloses essen, muss also wieder Geschmack rein ins Essen. Das geschieht zum Beispiel mit Glutamat (Andere Namen für Stoffe, in denen Glutamat enthalten ist: Hefeextrakt, Aroma, Würze, Milchzucker, fermentierter Weizen, gekörnte Brühe, oder Brühwürfel. Die Glutamat-Story, unbedingt lesen !!). So ist eine Geschmacksverstärkerindustrie gigantischen Ausmaßes entstanden. Bedingt durch den Preisdruck werden heute mit großtechnischen Verfahren und mit Hilfe genmanipulierter Kleinstlebewesen enorme Mengen sogenannter Lebensmittelzusatzstoffe produziert. Dabei sind die genmanipulierten Grundstoffe und Enzyme nicht einmal kennzeichnungspflichtig, weil sie in einem sekundären Prozess ablaufen und im "aufgereinigten" Endprodukt keine genveränderte DNA mehr nachweisbar sein darf. Zum Thema Gentechnik bedarf es noch einiger Anmerkungen:
  • Warum haben die meisten Menschen Angst vor der Gentechnik? Sie wissen es nicht, aber sie spüren eine konkrete, starke und gesunde Angst. Diese Angst wird von den Lenkern in den globalen Konzernzentralen und von den meisten Politikern schlichtweg ignoriert. Es gibt halt höhere Interessen: die Optimierung (siehe oben).
  • Dabei gibt es längst ganz konkrete Beispiele dafür, wie begründet diese Angst ist. Die einfältigen, größenwahnsinnigen und betriebsblinden Genforscher gehen wider besseres Wissen immer noch davon aus, dass ein Gen für genau eine Eigenschaft zuständig ist. Dies ist theoretisch und praktisch längst widerlegt!! Zwei Beispiele:
    1. Durch Erbgut von Bohnen sollten widerstandsfähigere Erbsen wachsen. Aber Versuchstiere, die sie fraßen, wurden krank - weil sich Eiweiße unvorhersehbar verändert hatten. Ganzen Artikel lesen
    2. Da hat man einer Sorte Mais per "Genkanone" einen ungewöhnlichen Stoff eingeschossen, der ein Gift produziert, das die Pflanzen vor ihrem ärgsten Feind schützt, dem Maiszünsler. Mit dieser Rettungsaktion sollte die Sache ihr Ende haben, doch sie geht weiter. Schließlich hat solch eine Pflanze eine Menge Pollen, und die fliegen weit umher, etwa auf Wolfsmilchgewächse, die sehr verbreitet sind. Deren Blätter sind leckere Happen für die Raupen des Monarchfalters. Sind? Nein, waren, denn der "Schmetterlingseffekt" neuer Art ist dafür zuständig, dass 44 Prozent der Raupen nach vier Tagen tot sind - wohl wegen des gentechnischen Manipulierens am Mais. Die noch lebenden haben stark an Gewicht verloren. Ganzen Artikel lesen
    3. Im März 2007 ging eine Meldung durch die Weltpresse, von der man nicht weiß, ob man darüber weinen oder lachen soll. Durch die Studie der unabhängigen Expertengruppe CRIIGEN (Committee for Independent Research and Genetic Engineering) wird erstmals ein Gesundheitsrisiko für eine bereits zugelassene Genpflanze nachgewiesen. Es handelt sich um die Genmaissorte MON 863, die nachweislich Leber- und Nierenschäden bei Ratten verursacht. Nun, die einen feiern dieses Forschungsergebnis als Anfang vom Ende der "grünen Gentechnik", die anderen - die Befürworter - werden wohl versuchen, das Problem totzuschweigen und auszusitzen. Wir werden sehen, was passiert. Lesen Sie die komplette Meldung bei Greenpeace.
  • Anders als von den Befürwortern behauptet, leistet Gentechnik keinen Beitrag zur Bekämpfung des Welthungers. Nicht die Produktionsmenge, sondern die Verteilung der Lebensmittel ist der Schlüssel, um den Hunger zu beenden. Zudem handelt es sich beim überwiegenden Anteil der genmanipulierten Pflanzenarten um Tierfutter, welches in westlichen Ländern verfüttert wird.
Eine zweite Wurzel allen Übels ist auch die Politik. Deren ganzes Streben ist zunächst die Wiederwahl, weiter gehe ich darauf nicht ein. Was aber sind die Folgen dieser Politik, die zu hundert Prozent darauf eingerichtet ist, dass alles so weitergeht wie bisher, und dass alles immer weiter wächst? Es ist in der westlichen Welt ja nicht möglich als Unternehmer zu sagen: "So, jetzt ist mein Betrieb groß genug, auf diesem Level möchte ich bleiben." Warum nicht? Weil ohne Neuinvestitionen und Abschreibungen die Steuern alle Gewinne fressen. Entweder du wächst oder du gehst pleite, das ist unser System. Der Bio-Grieche hat auch keine Patentlösung zur Hand, aber etwas mehr Bescheidenheit täte uns gut, etwas mehr Rückbesinnung auf die Werte, die aktuell ziemlich in der Diskussion sind. Leider jedoch bis jetzt noch reichlich erfolglos. Wir Verbraucher haben es in der Hand, etwas zu ändern, indem wir zum Beispiel nur das essen, was in der Jahreszeit wächst und bei Händlern und Bauern unseres Vertrauens einkaufen und nicht Geiz, sondern Männer und Frauen geil finden.

So, die Überschrift lautet: Was für Mittel sind eigentlich Lebensmittel? Nun, es sind Mittel, die ein paar wenige Menschen, die diese wahrscheinlich selbst gar nicht essen, steinreich machen. Gehen Sie mal in einen Supermarkt, nicht um einzukaufen, sondern um stichprobenartig die Zutatenlisten auf den tollen Verpackungen zu lesen. Da finden Sie selbst auf Bio-Marmeladen die "Scheiss-Zitronensäure". Die einzige Marmelade, die der Bio-Grieche in einem Supermarkt gefunden hat, die keine Zitronensäure, sondern Zitronensaft-Konzentrat zur Haltbarmachung enthielt, war von der Firma A. Darbo in Tirol. Zitronen sind nachweislich gesunde Früchte. Es kommt nun der Lebensmittelchemie sehr zupass, dass quasi alle Menschen Zitronensäure mit Zitronensaft gleichsetzen. Diese haben jedoch nichts miteinander zu tun. Zwar enthält die Zitrone etwa 7% natürliche Zitronensäure und alle anderen Früchte enthalten ebenfalls einen mehr oder weniger hohen Prozentsatz davon, aber die industriell erzeugte Zitronensäure wird nun wirklich nicht aus Früchten gewonnen, wie Sie in unserem Artikel über dieses Produkt nachlesen können. Hier ein Link, wo Sie erfahren, was alles in unsere Lebensmittel reinkommt und wie es hergestellt wird. Diese Webseite empfiehlt Ihnen der Bio-Grieche darüber hinaus zum ausführlichen Studium: www.transgen.de.
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Und was an dieser Stelle keinesfalls fehlen darf, ist der Hinweis auf das Buch, das Ihnen die Augen öffnet in Sachen industrielle Lebensmittelproduktion: "Die Suppe lügt. Die schöne neue Welt des Essens" von Hans-Ulrich Grimm.
Jede Wette, dass Sie nach dem Lesen nur noch frische Lebensmittel kaufen !
Und was natürlich auch nicht fehlen darf, sind Empfehlungen für 2 tolle Bücher,
mit denen selbst kochen und selbst einmachen aus frischen Zutaten der Saison wieder Spaß macht:
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Jetzt wären wir schon fast komplett, aber halt nur fast. Besonders unsäglich ist auch die Backindustrie, die inzwischen quasi jeden Bäcker, auch Bio-Bäcker mit fertigen Backmischungen beliefert. Abgesehen davon, dass Brot und Brötchen unverschämt teuer sind, erzeugen Sie das Grundnahrungsmittel Brot am besten selbst. Dazu empfehlen wir diesmal kein Buch, sondern einen Link.
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Kommen wir noch einmal zum Thema Lebensmittelzusatzstoffe und Aromaindustrie. Lesen Sie dazu die folgenden Beschreibungen der genialen Enzyklopädie WikipediA und achten Sie auch auf die in den Artikeln verzeichneten Links!Warum haben wir bewußt Erdbeeren als Beispielfrucht ausgewählt? Ganz einfach:
  1. Erdbeeren sind der Mitteleuropäer Lieblingsfrucht.
  2. Es wachsen weltweit nicht annähernd so viele Erdbeeren wie für all die Produkte mit Erdbeeraroma nötig wären. Deshalb wird inzwischen Erdbeeraroma aus Sägespänen einer australischen Holzart hergestellt. Und dieses Aroma ist ÜBERALL drin, wo es nach Erdbeeren schmecken soll.
  3. Es wird mit Erdbeeraroma besonders viel Schindluder getrieben.
Jetzt folgen einige besonders perverse Beispiele von Lebensmittelmanipulation u.a. im Zusammenhang mit Erdbeeren.
  • Schweine lieben Erdbeeren (kein Witz). Nun ist der Alltagsfraß, den die armen Ferkel jeden Tag bekommen, alles andere als lecker. Mischt man jedoch Erdbeeraroma ins Futter, schon schmeckt es besser und schon wird mehr gefressen - sprich - das Schlachtgewicht wird schneller erreicht. Es gibt sehr viele Tierfutteraromen, inzwischen sogar Trüffel für Schweine. Selbst in der Hühnerzucht gibt es schon ein Aroma Regenwurm. Und dann haben die Aromen durchaus nicht die Funktion, die Herzen der Tiere zu erfreuen, sondern vor allen Dingen die, den scheußlichen Geschmack des Billigsttierfraßes, den die Tiere so gar nicht fressen würden, zu kaschieren ! Eine deutsche Firma für Tierfutteraromen wirbt in ihrem Prospekt ganz offen damit, dass die Laboraromen eigens dazu angetan sind, üble Geschmacksnoten zu übertünchen, bei denen das arme Vieh sonst in Alarmstimmung käme.
  • Da will doch Herrchen und Frauchen nicht hinten anstehen, wenn es darum geht, den Liebling zu verwöhnen. Da gibt es fürs Pferd das Aroma Heu & Kraut. Die Katze bekommt das Aroma Maus. Der Mensch ernährt seine Haustiere wie sich selbst, deshalb gibt es auch die Aromen, Fleisch, Pasta, Käse, Butter oder Schokolade. Und da der Mensch beim Tierfutter nicht so genau aufs Geld schaut, ist dieses unverschämt überteuert. Ein 200g Müsli-Snack der Marke Frolic ist doppelt so teuer wie das Pausensnack-Pendant fürs Herrchen ! Und da der Nährwert des Tierfutters genau wie der des Menschenfutters nichts mehr mit den Inhaltsstoffen zu tun hat, sind wir und die Tiere inzwischen alle zu dick und gleichzeitig unterernährt. Und wer genau wissen will, was im Fertigfutter unserer Lieblinge alles drin ist, dem sei das Buch "Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter" wärmstens empfohlen.
  • Zucker ist ungesund und vor allem macht er dick. Zucker hat noch einen Nachteil: Er ist teuer für die Massenfraßhersteller. Also muß was anderes her. Es darf die Menschen nicht dick machen und muß für die Industrie billiger sein: Süßstoff. Acesulfam K, Aspartam, Cyclamat und Saccharin so heißen diese Billigstchemikalien. Inwieweit diese Chemiezucker direkte Nebenwirkungen haben, ist noch umstritten. Unumstritten ist aber, dass die Süßstoffe genauso dick, eher noch dicker machen als Zucker. Die amerikanische Krebsgesellschaft hat bei einer Untersuchung von 80.000 Frauen herausgefunden, dass diejenigen, die Süßstoff nahmen, stärker zugelegt hatten als die, die beim normalen Zucker blieben. Die Erklärung ist einfach: Das Geschmackssignal "süß" meldet dem Körper, dass jetzt gerade besonders energiereiche Kost anlandet. Er schüttet also schon mal Insulin aus, um den wichtigen Körperrohstoff Zucker abzubauen. Kommt nun nichts energiereiches, reagiert er mit dem cephalischen Insulinreflex, der auch Heißhunger heißt. Alles klar? Und wenn Sie sagen: Ich will keinen Süßstoff, der ist mir zu riskant. Keine Chance, er ist inzwischen überall drin, weil er halt billiger ist.
So wird also unser Körper durch Industriefraß immer mehr betrogen und irre geleitet, und dann wundern wir uns, dass es so viele Allergien gibt. Es sind heute 20.000 Zusatzstoffe gebräuchlich und neuere Forschungen zeigen, dass sehr viele von diesen Substanzen einzeln unschädlich zu sein scheinen, in Kombination aber bilden sie ein gefährliches Gemisch. Dann nehmen wir noch zehntausende von Chemikalien, die aus Produkten des täglichen Lebens inklusive der Kleidung abdampfen und Abgase und andere Chemikalien aus der Luft auf. Das kann nicht gut gehen.
Übrigens handelt es sich bei den Konzernen, die Nutztier- Haustier- und Menschenfutter herstellen um ein und diesselben Firmen. Da kann schon mal was verwechselt werden, völlig ohne Absicht, natürlich.
Hier noch ein Bild eines richtig leckeren Krabbenimitats, genannt Surimi.
leeeeecker
Lesen Sie bei WikipediA, aus welch leckeren Zutaten die Kunstkrabben zubereitet werden.
Abgesehen davon, dass geldgierige Unternehmer keine Skrupel kennen, wenn es darum geht, eines Tages der reichste Mensch auf dem Friedhof zu sein, ist auch in Sachen Skrupellosigkeit noch eine Steigerung möglich: Wir sprechen von den feinen Herren, die mit voller Absicht abgelaufene Lebensmittel umdeklarieren, Frostschutzmittel in Wein panschen, oder giftiges Maschinenöl als Olivenöl verkaufen. Der Bio-Grieche hat eine Webseite - Sie haben richtig gelesen - genau eine, und zwar eine private gefunden, die alle bisher bekannten Skandale in Europa übersichtlich auflistet. Die wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten. Was beim ersten "Querlesen" sofort ins Auge springt, ist: Die Zahl der Skandale nimmt drastisch zu !! Das mag daran liegen, dass heute mehr aufgedeckt wird als früher, es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass die kriminelle Energie einfach nur wächst. Hier die Links von Karl-Heinz Dittberner:
Lebensmittelskandale

Seite 1 - 1971 bis 2000 Seite 2 - 2001 bis 2005 Seite 3 - 2006 bis 2008 Seite 4 - 2009 bis heute
Es ist klar, die kriminelle Energie wächst, klar ist auch, Merkel & Aigner tun nichts dagegen !
Erfahren Sie hier, wie die sinnlose Geldvernichtungsmaschine EU mit Verbraucherschutz und belasteten Lebensmitteln umgeht: Wir zitieren einen Text der Verbraucherschutz-Organisation foodwatch. Politik paradox: Weil die Europäische Union den Grenzwert für giftiges Dioxin in Fischkonserven erhöht, soll der Bürger weniger der belasteten Lebensmittel essen. Klingt verrückt? Ist es auch. Das europäische Lebensmittelrecht misst dem vorbeugenden Gesundheitsschutz höchste Priorität zu – leider nur auf dem Papier. So heißt es im deutschen Lebensmittelgesetz, das auf der EU-Basisverordnung Nr. 178/2002 beruht: "Zweck des Gesetzes ist es, bei Lebensmitteln, Futtermitteln, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Vorbeugung gegen eine oder Abwehr einer Gefahr für die menschliche Gesundheit sicherzustellen." Die Realität sieht leider anders aus: Am 9. Juli tritt ein erhöhter Grenzwert für Dioxine und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (PCB) in der Fischspezialität Dorschleber in Kraft. Der Grenzwert steigt um das Dreifache von 8 auf 25 Pikogramm pro Gramm. Die Begründung: der niedrige Pro-Kopf-Verbrauch des Produkts. Tatsächlich aber wird der Grenzwert angepasst, damit Produzenten ihre Ware nicht vom Markt nehmen müssen. Eine behördlich genehmigte Vergiftung, findet foodwatch. Denn Dioxine und die dioxinähnlichen PCB sind giftig und zum Teil krebserregend. Ihre Aufnahme sollte so gering wie möglich bleiben.
Bereits im Frühsommer 2007 hatte foodwatch Dorschleber auf ihren Gehalt an giftigen Dioxinen und dioxinähnlichen PCB getestet. Alle Proben wiesen eine Überschreitung des damaligen EU-Grenzwertes für Dioxine von 8 Pikogramm pro Gramm auf. Die zuständigen Behörden blieben untätig. Erst auf öffentlichen Druck von foodwatch nahmen mehrere Handelsketten die Ware aus den Regalen. Die Lebensmittel-Lobby kündigte an, sich für eine Überprüfung des Grenzwertes einzusetzen – mit Erfolg.
Hilflos musste nun das Bundesinstitut für Riskikobewertung (BfR), dessen Fachleute die Bundesregierung beraten, auf die Heraufsetzung des Grenzwertes reagieren. Mit einer Verzehrsempfehlung, nach der Verbraucher höchstens alle zwei Monate eine Dose Dorschleber von 150 Gramm essen sollten. Und zwar aus "Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes". Absurd: Vorbeugender Gesundheitsschutz bedeutet nicht niedrige Grenzwerte und strenge Kontrollen, sondern beschränkt sich auf den Hinweis, den Konsum von belasteten Lebensmitteln einzugrenzen. Ein Hinweis, der noch nicht einmal auf Verpackungen aufgedruckt wird, sondern nur im Internet zu finden ist. Weitere Infos zum Thema "Dioxine und PCB" gibt auf der Internet-Seite von foodwatch unter: foodwatch.de

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