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| "Let's make MONEY", der neue Film von Erwin Wagenhofer, seit dem 30.10.2008 in unseren Kinos | ||
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![]() WE FEED THE WORLD ein Film von Erwin Wagenhofer Link zum Film |
Szenenbild![]() UNSER TÄGLICH BROT ein Dokumentarfilm über den Wahnsinn unserer Lebensmittelindustrie von Nikolaus Geyrhalter Link zum Film |
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| WE FEED THE WORLD - ESSEN GLOBAL Die Weltlandwirtschaft produziert Essen für 12 Milliarden Menschen. 6 Milliarden sind wir nur. Über 800 Millionen hungern. Laut Welthungerhilfe "verrecken" pro M I N U T E elf Kinder ! Die Überproduktion wird weggeschmissen. Beispiel: Tag für Tag wird in Wien (im Großraum Wien leben etwa 2 Millionen Menschen) genau so viel Brot vernichtet wie Graz (im Ballungsraum leben circa 300.000 Menschen) verbraucht. Der durchschnittliche Brotverbrauch pro Kopf liegt bei 200 Gramm täglich. Das wären für Wien pro Tag 400.000 Kilo. Graz hat 15% Prozent der Einwohner von Wien. 15 Prozent von 400.000 Kilo sind 60.000 Kilo, das sind 60 Tonnen. Es werden also mehrere LKW-Ladungen Brot jeden Tag, nur in Wien, weggeschmissen. Warum das? Weil der Wohlstandsgesellschafter kein Brot mehr mag, das zwei Tage alt ist. Nun werden Sie naiv fragen, warum man dieses Brot nicht verschenkt? Ganz einfach: Das wären 15 Prozent Umsatzeinbuße für die Brotindustrie, denn richtige Bäcker gibt es ja eh kaum noch. Auf rund 350.000 Hektar vor allem in Lateinamerika werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden. Mit "We feed the world" hat sich Erwin Wagenhofer auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Brasilien und zurück nach Österreich geführt. Roter Faden ist ein Interview mit Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. WE FEED THE WORLD - ESSEN GLOBAL ist ein Film über Ernährung und Globalisierung, Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und Geldflüsse - ein Film über den Mangel im Überfluss. Er gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat. Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern und Fernfahrern auch Jean Ziegler und der Produktionsleiter von Pioneer Rumänien (Pioneer in Rumänien ist der größte Saatguthersteller der Welt) sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt. Der Film läuft in Österreich schon seit September 2005. Der Bio-Grieche hat schon viele Bilder aus dem Film gesehen und Kritiken gelesen. Wir meinen daher: Eine wichtige, bedrückend-brillante Dokumentation, die noch lange nachwirkt und ein Pflichtfilm an den Schulen werden sollte. Auskunft für Vorführungen und Lernmaterial für die Schule gibt es auf der Film-Webseite. Link dorthin. Den Film gibt es auch als DVD. Info darüber |
UNSER TÄGLICH BROT © Text Henning Biedermann vom Bayrischen Rundfunk. Schön, viel und vor allem: billig! Farbenfrohe Tomaten, glänzende Auberginen, dekorativ drapierte Hähnchenteile. Und alles zum Schnäppchen-Preis im Discounter um die Ecke. Doch was steckt hinter dieser schillernden Konsum-Fassade? "Mich interessieren Zonen, wo man normalerweise nicht hinsieht." In seinem neuesten Film sieht Nikolaus Geyrhalter genau hin - und zwar genau dahin, wo unser Billig-Essen hergestellt wird. Diese Bilder haben nichts mehr zu tun mit "der Werbung, in der Butter gerührt wird und ein kleiner Bauernhof mit verschiedenen Tieren gezeigt wird." Stählerne Zähne fressen sich durch ein Feld Sonnenblumen - sie wurden künstlich zum Verblühen gebracht. Wild grunzende Schweine in einem engen Schlauch - am anderen Ende werden sie tot aufgehängt. Kleine, gelbe Küken auf Fließbändern - auf dem Weg in ihre Legebatterie-Zukunft. Das moderne, europäische Huhn ist Vollwaise und verbringt sein kurzes Leben in einer riesigen Fabrik. Die steht zum Beispiel in Polen. Die Konzernleitung war nicht begeistert, dass der Wiener Regisseur in ihrem Betrieb drehen wollte. Er bekam zwar die Erlaubnis, aber das Management wollte vorab den Rohschnitt des Films sehen. "Da ist dann die Konzernchefin mit ihren Assistenten im Präsentationsraum gesessen und die haben sich den ganzen Film von vorne bis hinten angeschaut", erinnert sich Geyrhalter. "Die waren total interessiert. Aber eher so, wie man sich eine Landwirtschaftsmesse anschaut. Die haben mich nach technischen Details gefragt, nach dem 'Chickencat' etwa, dieser Maschine, die die Hühner aufkehrt, denn die verwenden sie in Polen nicht. Sie wollten von mir wissen, was ich für einen Eindruck habe, ob das gut funktioniert und ob sie so etwas anschaffen sollen. Oder ob sich die Hühner die Flügel brechen. Auf so einer Ebene haben die das betrachtet. Natürlich haben sie auch gesagt, dass das kein Werbefilm ist: 'Aber so ist die Wahrheit. Was soll's! Mach deinen Film - und viel Glück damit!'" Drei Jahre lang hat Nikolaus Geyrhalter die Massenproduktion der europäischen Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie beobachtet. "Unser täglich Brot" heißt der Film. Es ist der einzige Kommentar in neunzig Minuten. Der Regisseur lässt die bizarren Bilder in langen Einstellungen für sich sprechen. Wir erleben ein verstörendes mechanisches Ballett, in dem Unmengen an Pflanzen und Tierkörpern verwertet werden. Keine Vorwürfe, keine Erklärungen. Nur lauter offene Fragen. Geyrhalter zeigt uns, was wir unter Bodenhaltung zu verstehen haben, wie maschinelle Massenproduktion funktioniert, wie mit den Küken auf den Fließbändern genauso verfahren wird wie mit Tomaten. Hier heißt es: schnell, logisch, kalkuliert und effizient. Für Individualität und Gefühle gibt es keinen Platz. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen lediglich ihre Funktion in unserer High-Tech-Landwirtschaft. Monumentale Räume, surreale Landschaften und bizarre Klänge - eine kühle industrielle Umgebung. Geyrhalters Blick ist insistierend und genau - begleitet vom Flirren, Rattern, Schlagen und hydraulischen Atmen der Maschinen. Bilder und Töne sprechen für sich - lassen dem Zuschauer Raum für eigene Gedanken. "Anklagen gibt's genug", sagt Geyrhalter. "Es gibt so viele kritische Filme zu diesem Thema. Aus den meisten gehst du raus und bist mit dem Autor einer Meinung, dass es Missstände gibt und gewisse Gründe für diese Missstände. Dann werden Firmen oder Systeme genannt. Und du hast das Gefühl, du hast es jetzt verstanden. Du gehst befriedigt aus dem Film raus, weil du als Gutmensch weißt: Irgendwo passiert Scheiße. Und das interessiert mich aber überhaupt nicht. Das ist viel zu billig. Ich will nicht, dass man aus dem Film rausgeht und sich gut fühlt oder glaubt, irgendwas kapiert zu haben. Weil nicht mal ich in diesen drei Jahren irgendwas kapiert habe." Es gibt Bilder in diesem Film, die scheinen nicht aus der Lebensmittelbranche zu stammen. Was wie ein Störfall in einem Chemiebetrieb aussieht, ist der Normalfall im Paprikagewächshaus. "Es ist mir eigentlich immer so gegangen, dass ich eine Vorstellung hatte und dann doch sehr überrascht wurde", sagt Geyrhalter. "Ich habe zum Beispiel gewusst, dass die Oliven maschinell geschüttelt werden, aber wie das dann wirklich aussieht, das kann man sich einfach nicht vorstellen, wenn man es nicht mit eigenen Augen erlebt hat: Du hast einen idyllischen Olivenhain und alles ist ruhig. Plötzlich wird ein Baum in der Mitte für zwei Sekunden völlig durchgeschüttelt - und dann ist es vorbei." Geyrhalters Film dokumentiert, wie in einer Industrie, die unter verschärftem Wettbewerbsdruck ihren Profit mit hohen Stückzahlen erwirtschaften muss, der respektvolle Umgang mit Pflanzen und Tieren auf der Strecke bleibt. Der Regisseur denunziert aber nicht diejenigen, die hier arbeiten müssen. Er zeigt sie einfach als Abhängige im trostlosen Arbeitsalltag eines fragwürdigen Systems. "Ich habe in den Schlachthöfen die allernettesten Leute kennen gelernt. Das sind keine Freaks. Das sind extrem sympathische Menschen. Die stehen im Schlachthof und sagen: 'Ihr esst das Schnitzel! Und ihr schlachtet das Schwein nicht bei euch auf der Couch. Deswegen machen wir es für euch. Sagt uns wenigstens danke! Oder esst Salat!' Ganz einfach." Jeder Zuschauer kann darüber reflektieren, welchen Anteil sein Konsumverhalten an dieser Produktionsweise hat. Am Ende bleibt aber nur das nüchterne Fazit: Dieses System ist nicht zu stoppen. Seine billigen Produkte sind für zu viele Menschen das tägliche Brot. |
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Kommentar des Bio-Griechen zu den Filmen |
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| Links zum Thema Globalisierung | ||
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Deutsche Seite der UN-Millenniumkampagne. Keine Ausreden mehr! Armut bekämpfen. Gemeinsam. Und erfolgreich. Die Regierungen haben im Jahr 2000 auf dem Millenniumgipfel der UNO versprochen, die Armut bis zum Jahr 2015 entscheidend zu verringern. Es kommt auf jeden einzelnen an. Wenn alle gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass die Regierungen ihre Verpflichtungen auch erfüllen. |
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Globalisierung ist kein Schicksal - eine andere Welt ist möglich! Seit den Protesten in Genua im Juli 2001 für eine soziale und ökologische Globalisierung ist die globalisierungskritische Bewegung in aller Munde. 200.000 Menschen sind für soziale und ökologische Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess auf die Straßen gegangen. Ihr Protest richtete sich gegen die weltweit wachsende soziale Ungleichheit, gegen eine Globalisierung, die nur an mächtigen Wirtschaftsinteressen orientiert ist. Mit 90.000 Mitgliedern in 50 Ländern versteht sich Attac als Teil dieser globalen Bewegung. Auch in Deutschland bildet Attac ein breites gesellschaftliches Bündnis, das von ver.di und der GEW über den BUND und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen unterstützt wird. Immer mehr Menschen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Herkunft werden in den mittlerweile über 250 Attac-Gruppen vor Ort aktiv. |
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Im Supermarkt findet sich - beinahe unabhängig von der Jahreszeit - vorgeblich frisches Obst und Gemüse. Die Herkunftsländer dieser Waren variieren: Wer die Produktionskosten immer weiter senken kann, hat die Nase vorn. Die sozialen Folgen dieses "Wettlaufs nach unten" tragen in der industriellen Landwirtschaft Europas in erster Linie die ArbeitsmigrantInnen, die während der Arbeitsspitzen angestellt werden, um dafür zu sorgen, dass Europa das ganze Jahr über mit Gurken, Tomaten, Paprika und Auberginen versorgt wird. Dieses Produktionsmodell findet seine wohl stärkste und brutalste Ausprägung an der südwestlichen Grenze Europas: In der südspanischen Provinz Almería werden unter einem riesigen Meer aus Plastik rund 3 Millionen Tonnen Treibhausgemüse für den europäischen Markt produziert. Das entspricht zehn Kilo pro Jahr für jeden und jede EuropäerIn. Aktuelle Schätzungen gehen von mehr als 35.000 ha (das sind 350 Quadratkilometer !!) aus, die in der Region von Gewächshäusern bedeckt sind. Es handelt sich um die weltweit größte Konzentration von industriellem Gemüsebau unter Plastik. In der Spitzenzeit, den Wintermonaten, in denen Almería mit einer durchschnittlichen Außentemperatur von 16°C und selten bedecktem Himmel kaum europäische Konkurrenz zu fürchten hat, verlassen täglich rund 1.000 Lastwagen den Süden Spaniens. Voll beladen mit Gemüse steuern sie auf Ihr Ziel zu: Supermarktketten, mehr als 2.500 Kilometer entfernt. Das "Plastikmeer" ist selbst vom Mond aus erkennbar - und es breitet sich weiter aus. Mit riesigen Maschinen werden Terrassen in die Berghänge gegraben, um noch mehr Treibhäuser aufzustellen. |
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Ziel der gemeinnützigen Stiftungsgesellschaft RESET ist es, das Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung zu schärfen und Spenden (Geld, Zeit und Sachmittel) möglichst effizient einzusetzen. RESET ist für Menschen, Unternehmen und Organisationen, die gezielt und mit progressiven Methoden und Projekten für den Umweltschutz aktiv werden wollen und für mehr globale Gerechtigkeit eintreten. www.reset.to: aktuellste und umfassendste Informations- und Aktionsplattform Dabei setzt RESET auf einen ganzheitlichen Informations- und Aktionsansatz, welcher bereits mit dem ersten Projekt, der Plattform www.reset.to, umgesetzt wurde. www.reset.to ist bereits heute die aktuellste und umfassendste Informations- und Aktionsplattform für Umweltschutz und Humanität im deutschsprachigen Raum. Tägliche News und kontinuierlich aktualisiertes Hintergrundwissen informieren und schärfen das Bewusstsein für einen nachhaltigen Lebensstil. Ergänzende Tipps, wie jeder selbst seinen Alltag nachhaltiger gestalten kann sowie Hinweise zu aktuellen Veranstaltungen und Petitionen ermöglichen ein direktes Engagement. |
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Lesen Sie, wie der unersättliche Fleischhunger der Industrienationen den brasilianischen Regenwald zerstört. Neben Holzfällern, Goldsuchern und Rinderbaronen sind es nun auch die Sojafarmer, die im Amazonas zu einer Zerstörungsorgie antreten. Längst haben sie große Teile der Savanne und den Übergangswald im Bundesstaat Mato Grosso im südlichen Amazonas in ein grünes, monokulturelles Meer aus Sojapflanzen verwandelt und rücken nun Richtung Norden vor. Brasilien ist zweitgrößter Sojaexporteur weltweit und will seine Produktion verdreifachen. Sojaschrot ist bei uns mittlerweile das wichtigste eiweißhaltige Futtermittel in der Tiermast, mit dem Millionen Schweine, Rinder, Hähnchen und Puten aufgepäppelt werden. Seit BSE steigt der Bedarf, und Brasilien ist das einzige Land der Erde, das noch riesige Flächen besitzt, auf denen die Produktion ausgeweitet werden kann - die liegen freilich im Amazonas. |
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Phantastische Seite über die Zukunft des Planeten Erde, wenn wir so weiter machen wie bisher mit vielen Lösungsansätzen. Unbedingt reinschauen! Der Bio-Grieche möchte an dieser Stelle keine weitere Beschreibung, sondern nur ein paar Zitate präsentieren:
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