Cistustee und CistuscremeDies ist die Druckversion unserer Cistusseite. Benutzen Sie einfach das Druckerymbol des Browsers oder gehen Sie über das Menu "Datei" und klicken dann auf Drucken. Dieser Text wird nicht mitgedruckt.

Unsere Cistuscreme hat folgende Bestandteile: pulverisierte Cistusblüte aus Wildsammlung, extra natives Olivenöl aus kbA, Schweineschmalz von Tieren aus biologischer Haltung, Bienenwachs von eigenen Bienenstöcken des Produzenten, nicht biologisch zertifiziert, aber biologisch gehalten.

Unser Cistustee besteht zu 100% aus gerebelten Cistusblüten und -blättern aus Wildsammlung.

Die Pflanze

Cistus wurde 1999 von der Wissenschaftlichen Gesellschaft Herba Historica e.V. zur Pflanze Europas gewählt!

Cistus (Cistus incanus ssp. tauricus [ssp. bedeutet subspecies=Unterart]), auch graubehaarte Cistrose genannt, ist ein bis zu ein Meter hoher aromatisch riechender Strauch. Seine Blätter sind eiförmig-lanzettlich und die Blüten rosarot. Die Pflanze wächst nach dem heutigen Kenntnisstand hauptsächlich auf magnesiumreichen Böden. Als Bestandteil von Essenzen ist Cistus seit mehr als 15 Jahrhunderten bekannt.

Die Anwendung von Cistus lässt sich bis ins 4. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgen.

Damals wurde das mechanisch gewonnene Harz der Pflanze nach Ägypten und in den Sudan exportiert, wo es als probates Mittel gegen Bakterien- und Pilzbefall geschätzt wurde.

Seit dieser Zeit findet Cistus auch als Genuss-Tee Verwendung. Die älteste und häufigste Anwendungsform von Cistus ist der wässrige Extrakt. Dabei werden Zweige und Blätter 5 Minuten in Wasser gekocht und bei lokalen bakteriellen Infektionen sowie zur Infektionsprophylaxe in Form von Körperwaschungen etwa bei Wöchnerinnen angewendet. Zum Schutz vor Infektionen werden alternativ Breiumschläge auf offene Wunden gelegt.

Die Biochemie von Cistus

Der therapeutische Nutzen der Pflanze ist auf Polyphenole zurückzuführen, die in der Pharmazie seit langem als Bakterizide Verwendung finden. Phenolische Verbindungen, die früher als Vitamin P bezeichnet wurden, besitzen zudem Vitamincharakter und stärken generell die körpereigene Abwehr. Jüngste wissenschaftliche Studien belegen sogar, dass Phenole das Risiko von zum Beispiel Darmkrebserkrankungen erheblich verringern.

Die therapeutische Bedeutung von Cistus

  1. Hauterkrankungen

    Wie in der Antike wird Cistus auch heute aufgrund seiner keimtötenden Wirkung gegen Bakterien, Pilze und Viren eingesetzt. Der einzige Unterschied in der heutigen Zeit ist, dass seine Wirkweisen inzwischen durch modernste Untersuchungsmethoden belegt worden sind. Zunächst wurde im Labor mit überaus großem Erfolg die bakterizide Wirkung auf den Akne-Erreger untersucht. Daraufhin wurde der Cistus-Sud im Rahmen einer Studie an Patienten der Hautklinik Bad Rothenfelde angewandt. Auch hier wie bei diversen anderen Hautschädigungen wurden hervorragende Ergebnisse erzielt.

  2. Neurodermitis

    Lokal angewandte Cistus-Lösungen haben in jüngster Zeit besonders in der Neurodermitis-Behandlung immense therapeutische Bedeutung erlangt. Eine umfangreiche Studie des Hammer Kinderarztes Prof. G. Wiese belegt die schnelle und dauerhafte Besserung des Hautzustandes bei Schulkindern mit ausgeprägtem Krankheitsbild. Medikamentöse Dauertherapien hatten zuvor versagt.

  3. Schleimhauterkrankungen

    An der Universität des Saarlandes wurde Cistus mit Erfolg gegen Mandelentzündungen und sonstige Entzündungen des Mund- und Rachenraumes eingesetzt. Nach drei Behandlungstagen waren die Schmerzen deutlich reduziert oder verschwunden, die Entzündungen deutlich rückläufig. Zudem verzeichneten Zahnärzte eine wirkungsvolle Karies- und Parodontoseprophylaxe. Diese Erfahrungen führten dazu, Cistus-Lösungen auch bei bakteriell bedingten Schleimhautreizungen im Genitalbereich sowie bei Hämorrhoiden anzuwenden. Zwei Feldstudien hierzu laufen derzeit in Österreich. Obwohl die Ergebnisse noch ausstehen, berichten Praktiker bereits über beachtliche therapeutische Erfolge.

Traditionelle Zubereitung

Der Cistus wird nach der Ernte im Schatten durch frische Meeresluft getrocknet. Danach haben sich folgende Zubereitungen bewährt:

Zunächst eine Handvoll Kraut (ca.10 g) mit 100-200 ml Wasser 5 Min. kochen. Dann abkühlen lassen und durch ein Sieb gießen, um die Pflanzenteile zu entfernen. Der Sud ist im Kühlschrank 2 Tage haltbar.

Genusstee

Cistus wie schwarzen Tee zubereiten, aber nicht länger als 5 Minuten ziehen lassen, da der Tee sonst bitter schmeckt.

Anwendungsgebiete innerlich

  • Tonsillitis, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes: täglich 3 bis 5 mal gurgeln.
  • Parodontose, Gingivitis (Entzündung des Zahnfleischsaumes), Karies-Prophylaxe: täglich 3 bis 5 mal spülen.
  • Akne vulgaris: mehrmals täglich als Genusstee.
  • Epithelschutz im Magen-Darm-Bereich: mehrmals täglich als Genusstee.

Anwendungsgebiete äußerlich

  • Hämorrhoiden, Dekubitus (Geschwürbildung der Haut infolge Druckeinwirkung), bakteriell bedingte Schleimhautreizung im Genitalbereich: täglich 1 bis 3 Sitzbäder 1:10 verdünnt.
  • Akne vulgaris: Waschungen mit hartem Schwamm (z. B. Luffa-Gurke).
  • Neurodermitis, Windeldermatitis, Wunddesinfektion, Intertrigo ("Hautwolf"): vorsichtige Waschungen (an der Luft trocknen lassen).

Hinweis

Auf Kleidung und Gegenständen kann der Aufguss dunkle Flecken hinterlassen.

Die Texte stimmen teilweise mit Beschreibungen der Webseite http://www.pandalis.de überein.